Metalldampflampen

Metalldampflampen oder auch Gasentladungslampen gehören zur Klasse der Energiesparleuchtmittel. Dazu werden alle Leuchtmittel gezählt, die im Vergleich zu Allgebrauchsglühlampen mehr Licht fürs Watt liefern. Ganz oben in dieser Disziplin stehen LED Leuchtmittel, die einen Energieeffizienzvorteil von 80% oder mehr gegenüber Glühlampen haben. Dazwischen liegen Halogenlampen, Kompaktleuchtstofflampen und auch Metalldampflampen.

Metalldampflampen werden mit Metalldampf betrieben, der, wenn er mit elektrischer Energie durchflossen wird, Licht erzeugt. Das Produkt dieser Art der Lichterzeugung ist ein sehr helles und starkes Licht, das dafür sorgt, dass Metalldampflampen vornehmlich in Außenlampen eingesetzt werden, die zur Flächen- oder Fassadenbeleuchtung genutzt werden. Auch in Großraumbüros dienen die starken Leuchtmittel als Tageslichtersatz und brennen den ganzen Tag durch.

Da sie genau zu diesem Zwecke gemacht sind, sind viele Gasentladungslampen übrigens nicht besonders gut für die Kombination mit einem Dimmer oder Bewegungsmelder geeignet. Denn die volle Leuchtkraft erreichen Metalldampflampen erst nach einer gewissen Aufwärmphase von einigen Minuten. Ständiges An- und Ausschalten oder Dimmen wäre in Verbindung mit Metalldampflampen nicht zweckmäßig und ist mit anderen Leuchtmitteln sinnvoller.

Unter den Gasentladungslampen gibt es drei Klassen: Niederdrucklampen, Hochdrucklampen und Höchstdrucklampen. Sie unterscheiden sich in Aufbau und Füllung. Niederdrucklampen haben ein Entladungsgefäß aus Glas und sind mit Niederdruckplasma gefüllt. Typische Vertreter ihrer Klasse sind Leuchtstoffröhren, Leuchtstofflampen oder Schwarzlichtleuchten. Hochdrucklampen bestehen aus Quarzglas oder Aluminiumoxid-Keramik (wie auch Höchstdrucklampen) und sind mit Quecksilberdampf gefüllt. Höchstdrucklampen und sind ebenfalls mit Quecksilberdampf gefüllt.

Daraus ergeben sich auch verschiedene Anwendungsbereiche: Gasentladungslampen sind vornehmlich Leuchtstoffröhren, wie sie in jedem Haushalt vorkommen können, aber auch Schwarzlichtleuchten, wie sie in Diskotheken oder Fotoentwicklungsstudios eingesetzt werden.

Natriumdampflampen werden zur Straßenbeleuchtung eingesetzt und beleuchten Industrieinnen- und Außenbereiche. Sehr bekannt ist auch der Einsatz von Metalldampflampen in Flutlichtanlagen für Stadien und große Hallen.

Das Metall Xenon liefert den Dampf für den Betrieb neuartiger Autoscheinwerfer, Kinoprojektoren oder Tageslichtscheinwerfern. Auch Blitzröhren werden mit Xenondampf betrieben und erreichen in der elektrischen Leistung teilweise sogar Gigawatt Werte!